Deep-Dive · Sicherheit auf dem Wasser
icherheit beim Paddeln in der Gruppe: Kommunikation, Formation, Buddy-System
Zuletzt aktualisiert: 2026-07-28
Warum Sicherheit in der Gruppe wichtig ist
Beim Paddeln in der Gruppe ist man in der Masse sicherer – mehr Augen auf dem Wasser, mehr helfende Hände im Notfall und geteiltes Wissen über die Bedingungen. Ohne klare Protokolle können Gruppen jedoch unorganisiert werden und das Risiko sogar erhöhen. Paddler können sich zu weit entfernen, Kommunikationssignale übersehen oder ein Gruppenmitglied in Not nicht bemerken. Klare Sicherheitsprotokolle vor dem Ablegen festzulegen – Kommunikationssignale, Formationsregeln, Buddy-Zuweisungen und Notfallverfahren – stellt sicher, dass die Gruppe zusammenbleibt und alle sicher zurückkehren.
Kommunikationssignale in der Gruppe
Handzeichen
- Paddel senkrecht gehalten = Stopp/Position halten
- Paddel waagerecht über dem Kopf = Mir geht es gut
- Oberseite des Kopfes antippen = Ich brauche Hilfe / Notfall
- In eine Richtung zeigen = dorthin fahren
- Geschlossene Faust hochhalten = Stopp / Gefahr voraus
Pfeifsignale
- Ein kurzer Pfiff = Aufmerksamkeit / schau zu mir
- Zwei kurze Pfiffe = Gruppe stoppen / Position halten
- Drei kurze Pfiffe = Notfall / sofortige Hilfe nötig
- Ein langer Pfiff = Gruppe sammeln / komm zu mir
- Dauerhaftes Pfeifen = ernste Notlage (Notsignal/Mayday)
Gruppenformationen je nach Bedingungen
Ruhige Bedingungen
- Versetzte Formation – Paddler verteilen sich, bleiben aber in Sichtweite
- 2-3 Boardlängen Abstand zwischen den Paddlern einhalten
- Langsamere Paddler fahren vorne und geben das Tempo vor
- Der Sweep (letzter Paddler) trägt die Sicherheitsausrüstung und das Erste-Hilfe-Set
Windig oder schlechte Sicht
- Einreihige Formation nahe am Ufer
- Abstand auf 1 Boardlänge verringern
- Jederzeit Sichtkontakt halten
- Führung und Sweep festlegen; niemand überholt den Führenden oder fällt hinter den Sweep zurück
Protokolle des Buddy-Systems
Aufgaben der Buddies
- Vor dem Ablegen in Paaren einteilen – jeder Paddler kennt seinen Buddy
- Buddies bleiben jederzeit in Sicht- und Rufweite
- Vor dem Ablegen die Ausrüstung des Buddys prüfen (PFD, Leash, Pfeife)
- Buddy-Check = Kopf antippen, der Buddy antwortet mit waagerechtem Paddel über dem Kopf
- Wenn der Buddy fehlt, sofort stoppen und suchen
Häufige Fehler in der Gruppe
- Kein festgelegter Leiter oder Sweep – die Gruppe zerfällt
- Uneinheitliche Kommunikationssignale, die nicht vorab abgestimmt wurden
- Die stärksten Paddler vorne – langsamere Paddler bleiben zurück
- Die Strömung wird nicht berücksichtigt – die Gruppe treibt auseinander
- Gruppe zu groß (über 12 Personen) – wird unüberschaubar
Führungsaufgaben in der Gruppe
Tourenleiter
Legt Route, Tempo und Zeitplan fest. Trifft die Go/No-Go-Entscheidungen. Führt das Erste-Hilfe-Set, ein Kommunikationsgerät und Navigationshilfen mit. Hält die Sicherheitseinweisung vor dem Ablegen. Erstellt den Tourenplan und teilt ihn einer Person an Land mit.
Sweep (letzter Paddler)
Paddelt am Ende der Gruppe. Stellt sicher, dass niemand zurückgelassen wird. Führt Reserve-Sicherheitsausrüstung, ein Reparaturset und ein zusätzliches Kommunikationsgerät mit. Der Sweep sollte der zweiterfahrenste Paddler sein und in der Lage sein, jedem zu helfen, der zurückfällt oder Unterstützung braucht.
Buddies
Jeder Paddler ist für seinen Buddy verantwortlich. Regelmäßig miteinander in Kontakt bleiben. Bedenken dem Tourenleiter melden. Buddies sollten nach Erfahrungsstufe zusammengestellt werden – Erfahrene mit Erfahrenen, Anfänger mit Anfängern – für ein passendes Tempo.
Gruppenpaddeln mit Wavefella
Wavefella unterstützt Gruppenpaddel-Programme für Resorts, Vereine und organisierte Paddelgruppen. Unsere flottenbereiten aufblasbaren SUP-Boards und Kajaks sind auf Langlebigkeit und konstante Leistung bei Gruppen mit gemischtem Können ausgelegt. Jedes Board verfügt über Befestigungspunkte für Sicherheitsausrüstung, und unser Flottenprogramm umfasst Gruppen-Sicherheitskits mit Pfeifen, Schleppleinen und Signalgeräten.